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Der erste Alumni-Tag am 27.09.2014 war ein voller Erfolg

Juristische Weiterbildung zwischen Unternehmensbesteuerung und Patientenverfügung

Auf dem ersten JurGrad Alumni-Tag wurde die thematische Vielfalt der Rechtswissenschaft präsentiert. Höhepunkt war eine Festrede von ZEW-Chef Clemens Fuest

Der erste Alumni-Tag der JurGrad gGmbH am vergangenen Samstag in Münster war ein voller Erfolg. Rund 200 Absolventen der acht Masterstu-diengänge, die die JurGrad für die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Münster organisiert, waren der Einladung an ihren alten Studienort gefolgt und verbrachten einen ganzen Tag im Zeichen der juristischen Weiterbildung.

Höhepunkt des Tages war die Festrede von Prof. Dr. Clemens Fuest, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, der sich in seinem Vortrag mit einer aktuellen Frage des Steuerrechts auseinander-setzte, der Besteuerung multinationaler Unternehmen. Insgesamt falle es zwar schwer, den volkswirtschaftlichen Schaden durch Steuervermeidungsstrategien von Unternehmen zu beziffern, so Fuest: „Gleichzeitig ist aber klar, dass steuerliche Gestaltung von multinationalen Unternehmen eine große Rolle spielt und erhebliche Wirkung entfaltet.“ Eine Lösung des Problems sei nicht leicht, was auf die historischen Hintergründe von Doppelbesteuerungsabkommen und die Beweggründe der daran beteiligten Akteure zurückzuführen sei: „Das eigentliche Problem sind divergierende nationale Interessen. Wenn man diesen Trend stoppen will, braucht man eine Fundamentalreform des Steuersystems, zumindest eine Reform des Steuersystems in Europa.“

Weiterbildung entscheidend für Juristen

Neben diesen steuerrechtlichen Einschätzungen wurden den Teilnehmern eine Reihe weiterer spannender Programmpunkte geboten. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion tauschten führende Vertreter deutscher Spitzen-kanzleien ihre Ansichten über den Stand und die Zukunft der Weiterbildung für Juristen aus. Fazit: Die Weiterbildung der Mitarbeiter ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen, auch wenn diese die individuelle Berufserfahrung nicht ersetzen kann. Auch WWU-Rektorin und Jura-Professorin Dr. Ursula Nelles betonte in ihrem Grußwort an die Teilnehmer die Bedeutung des lebens-langen Lernens gerade für Rechtswissenschaftler: „Fortwährende Gesetzesänderungen, neue Urteile und Entscheidungen, aber auch die Internationalisierung des Rechts machen es für uns alle notwendig, uns stets up-to-date zu halten.“

Workshops zu Spezialthemen

Im zweiten Teil des Alumni-Tages wurde diese Forderung dann unmittelbar in die Tat umgesetzt. Die JurGrad hatte eine Reihe von erstklassigen Dozenten wie etwa den Vizepräsidenten des Bundes-finanzhofs Hermann-Ulrich Viskorf eingeladen, die in verschiedenen praxisnahen Workshops die Teilnehmer auf den aktuellen Wissensstand bei hochspezifischen rechtlichen Fragestellungen brachten. Von Patienten-rechten über D&O-Versicherungen bis hin zu Erbschaft- und schenkungs-steuerlichen Fragestellungen waren die Themen breit gefächert und bildeten so auch die gesamte thematische Breite der JurGrad-Studiengänge ab.

Beim abendlichen Get together diskutierten die Teilnehmer intensiv die neu gewonnenen Erkenntnisse und bereiteten dem ersten JurGrad Alumni-Tag einen erfolgreichen Abschluss.