JurGrad Alumni e.V.
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Der Verein
Die berufsbegleitenden Masterstudiengänge der JurGrad fördern den Ausbau beruflicher Kontakte und ermöglichen den fachlichen Austausch nicht nur mit den Lehrenden, sondern insbesondere auch innerhalb des Kurses. Um dieses berufliche Netzwerk und auch die persönlichen Kontakte mit Ablauf der Studienzeit nicht abebben zu lassen, entstand im Jahr 2015 die Idee, den studiengangsübergreifenden JurGrad Alumni e.V. zu gründen. Der Verein zählt mittlerweile über 1.000 Mitglieder aus den unterschiedlichen JurGrad-Masterstudiengängen und verfügt damit über ein sehr breit gestreutes Spektrum an Fachexpertise.
Erweitern Sie Ihr
Netzwerk!Interdisziplinärer Austausch
beitragsfrei!
Inhalt
Entgelttransparenz und Equal Pay – Nationale Pflichten und europäische Vorgaben
Das deutsche Entgelttransparenzgesetz und die europäische Entgelttransparenz-Richtlinie (EU) 2023/970 schaffen ein zunehmend dichteres Regelungsgefüge mit weitreichenden Informations-, Auskunfts- und Berichtspflichten – relevant für Arbeitgeber, HR und Compliance gleichermaßen.
Die Umsetzungsfrist der Richtlinie läuft am 7. Juni 2026 ab – eine Frist, die Deutschland voraussichtlich verpassen wird. Soweit verfügbar, wollen wir im Workshop einen ersten Gesetzentwurf gemeinsam diskutieren und einordnen.
Inhaltlich stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:
- Was gilt bereits heute nach dem EntgTranspG – und wo liegen typische Umsetzungsdefizite?
- Welche neuen Anforderungen bringt die Richtlinie, etwa zu Entgeltstrukturen, Berichterstattung und Beweislastumkehr?
- Und wie greifen nationale und europäische Vorgaben künftig ineinander?
Von Pfeifen und Paragrafen – Rechtsprechung und Best Practices zum HinSchG
Das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) hat die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit Hinweisen, Meldestellen und internen Untersuchungen vor drei Jahren grundlegend verändert. Zeit, ein Resumee dieser ersten drei Jahre zu ziehen.
- Wie hat die Rechtsprechung die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Stellung und zum Schutz hinweisgebender Personen ausgestaltet?
- Welche Anforderungen stellen Gerichte an interne Meldestellen, den Umgang mit (anonymen) Hinweisen und die Durchführung von Folgemaßnahmen?
Wer fliegt, wenn’s brennt? – Ein Blick in die arbeitsgerichtliche Rechtsprechung
Arbeitsgerichtliche Entscheidungen rücken zunehmend die Rollen, Verantwortlichkeiten und Pflichten von Compliance‑Funktionen in den Fokus. Insbesondere bei internen Untersuchungen nach Whistleblowing-Meldungen stellt sich die Frage, wer wofür verantwortlich ist – und welche arbeitsrechtlichen Konsequenzen drohen, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden.
- Was sagen die Arbeitsgerichte zu den Pflichten von Compliance-Officern, Chief Compliance-Officers und – am Rande – anderen Schlüsselrollen?
- Welche Maßstäbe legt die Rechtsprechung bei der Bewertung von Aufsicht, Kontrolle und Kommunikation an?
Compliance, die wirkt – Kultur, Strukturen und Kommunikation im Zusammenspiel
Eine wirksame Compliance entsteht nicht allein durch Richtlinien und Prozesse. Sie ist das Ergebnis einer guten Compliance-Kultur. Führung, Organisation und Kommunikation prägen maßgeblich, ob Compliance als Selbstverständlichkeit wahrgenommen wird – oder als formale Pflicht ohne Wirkung.
- Welche strukturellen Faktoren fördern eine tragfähige Compliance‑Kultur, und wo liegen typische systemische Schwachstellen?
- Welche Rolle spielen Führung, Anreizsysteme und psychologische Sicherheit?
- Und wie kann Compliance‑Kommunikation dazu beitragen, Regeln verständlich zu machen, Haltung zu vermitteln und Verhalten nachhaltig zu beeinflussen?
Inhalt
Im Workshop beleuchten wir die zentralen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der außergerichtlichen Sanierung und ordnen deren praktische Bedeutung für Restrukturierungssituationen ein. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Rollen und Verantwortlichkeiten der beteiligten Akteure sowie den Anforderungen an eine fundierte und rechtssichere Entscheidungsfindung in der Krise.
Darauf aufbauend widmen wir uns den Grundlagen und wesentlichen Bausteinen eines praxistauglichen Sanierungskonzepts. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Voraussetzungen ein tragfähiges Konzept erfüllen muss und wie rechtliche und betriebswirtschaftliche Überlegungen sinnvoll zusammengeführt werden können. Dabei werden typische Fragestellungen aufgegriffen, die sich im Verlauf von Sanierungsprozessen regelmäßig stellen.
Im nächsten Schritt rückt die Umsetzung in den Fokus. Wir beleuchten, wie Maßnahmen in der Praxis gesteuert und begleitet werden können und welche Anforderungen sich im Zusammenspiel der Beteiligten ergeben. Dabei stehen insbesondere Entscheidungsprozesse und deren Einbettung in den jeweiligen Gesamtkontext im Vordergrund.
Abschließend gehen wir auf ausgewählte Aspekte von Transaktionen in der Krise ein und ordnen diese in den Gesamtzusammenhang ein. Dabei beleuchten wir typische Konstellationen und übergreifende Fragestellungen, die sich im Spannungsfeld zwischen Sanierung und Transaktion ergeben, und zeigen auf, wie diese in der Praxis eingeordnet werden können.
Annika AlbersSenior Director
FTI-Andersch, Hamburg
Philipp KrügerDirector
FTI-Andersch, Hamburg
Stephan ZündorfSenior Consultant
FTI-Andersch, Hamburg
Der Vorstand des JurGrad Alumni e.V.
Zum Vorstand wurden auf der Mitgliedersammlung 2025 gewählt:
Dr. Marcel Leez, LL.M. (Vorsitzender)Absolvent Masterstudiengang "Steuerwissenschaften"
Stephanie Wünnemann, LL.M. (Stv. Vorsitzende)Absolventin Masterstudiengang "Wirtschaftsrecht"
Gerhard Mahr, LL.M. (Schatzmeister)Absolvent Masterstudiengang "Arbeitsrecht"
Ihre Ansprechpartnerin
Saskia Warias (Backoffice JurGrad Alumni e.V.)
Tel.: +49 251 62077-0
Mail: alumni[at]jurgrad.de



